Spitzen von Johann Hrdlička zurück

 

Johann Hrdlička wurde 1898, nach über 19 Jahren Zugehörigkeit zum Zentral-Spitzenkurs an der k. k. Kunstgewerbeschule des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie Fachlehrer mit Professorentitel an dieser Schule.

Zusammen mit seiner Frau Mathilde Hrdlička, geb. Lichtenstein, und Franziska Hofmanninger bemühte er sich um die Durchsetzung der modernen Spitze in Österreich.

Arthur von Scala, der weltoffene Direktor der Schule, ermöglichte

Johann Hrdlička Studienreisen nach Paris, London, Deutschland,

in die Schweiz und die Niederlande. Außerdem reiste Johann Hrdlička

in die Schulen von Predazzo, Idria und Isola, um sich zu informieren

und Anregungen zu geben.

Unmittelbar nach seinen Reisen, noch vor der Weltausstellung 1900 begann Johann Hrdlička damit, der Klöppel- und Nadelspitze ein neues Gesicht zu geben. Diese neuen österreichischen Jugendstilspitzen erregten bei der Weltausstellung in Paris großes Aufsehen und brachten die Spitze als künstlerisches Erzeugnis für einige Jahre ins Gespräch.

Die Entwürfe von Mathilde und Johann Hrdlička und von

Franziska Hofmanninger erschienen 1902 in dem Buch „Entwürfe für moderne Spitzen“.

1997 veröffentlichte die „Lace Guild“ ein Faksimile. Aus diesem Faksimile entstammen die Klöppelbriefe in dieser Arbeitsmappe, neu gezeichnet, so dass sie leichter zu arbeiten sind.