Die Spitze in ihrer Ambivalenz als Wirtschaftsfaktor und modisches Attribut von der Frühen Neuzeit bis ins 18. Jahrhundert, hat Monika Thonhauser anhand von ungedruckten Quellen zu Produzenten und Händlern der Spitzenhausindustrie im ehemaligen »Salzburgischen flachen Land« und im Rahmen höfischer Repräsentation in der Residenzstadt Salzburg untersucht. Der Blick richtet sich auf die Lebenswirklichkeiten der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, deren ökonomische Situation und auf das Regelwerk der Obrigkeit. Ein zentrales Thema ist die Spitze der Renaissance und des Barock als eine enorme Kulturleistung, deren Herstellung vor dem Hintergrund einer merkantilistischen Wirtschaftspolitik und des Modediktats quer durch Europa unzählige Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder, beschäftigte.
Das Interesse der Autorin gilt seit über 40 Jahren der Spitzenklöppelei, im Besonderen der »Salzburger Spitze« in ihren verschiedenen Ausformungen, der »Salzburger Spitzenhausindustrie« als solche und deren versuchter Wiederbelebung im Bereich des »Salzburger Frauenerwerb-Vereins« nach 1907. Monika Thonhauser hat Wirtschafts- und Kulturgeschichte und Kunstgeschichte in Salzburg studiert.

Deutsch, gebundenes Buch

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